Die Milliarden für Straßen und Brücken verpuffen einfach

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Wenn deutsche Firmen mal wieder über marode Straßen und Brücken klagen, verweisen die Verkehrspolitiker gerne auf die gestiegenen Investitionen des Staates. Tatsächlich hat der Staat seine Ausgaben für die Verkehrsinfrastruktur seit 2005 von elf auf 13 Milliarden Euro gesteigert, das ist ein Plus von fast 20 Prozent.

Aber die Mehrausgaben sind nach unseren Berechnungen verpufft. Schließlich traf die steigende Nachfrage auf Straßenbauunternehmen, die nach der jahrelangen Sparpolitik des Staates massiv Personal und Kapazitäten abgebaut hatten.

Bauinvestitionen niedriger als 2005

Folglich ließen die steigenden Investitionsausgaben die Straßenbaupreise kräftig ansteigen – seit 2005 um fast ein Drittel. Die Preise nahmen damit deutlich stärker zu als die Investitionsausgaben, sodass die Bauinvestitionen des Staates de facto gefallen und nicht gestiegen sind.

Im Jahr 2015 – neuere Daten liegen nicht vor – hat der Staat 13 Prozent…

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