CDU setzt darauf, dass Martin Schulz in ihre dritte Falle tappt

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Doch, doch, auch wenn es zurzeit nicht so aussieht: Die Union hat schon einen Plan gegen Martin Schulz. Er geht so: Erstens, mit der Wahl zum SPD-Vorsitzenden muss der Kanzlerkandidat sich endlich auch inhaltlich festlegen. Entweder irritiert er Wähler in der Mitte, oder er verprellt die schnell beleidigten linken Funktionäre seiner Partei. Die beginnen zu mäkeln. Der Hype wird zerredet.

Zweitens, als neuer Parteivorsitzender wird Schulz in Mithaftung für alle Beschlüsse der großen Koalition genommen. Sein Nimbus als Newcomer wird so zerstört. Drittens, im Saarland gewinnt die dort sehr populäre Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die Landtagswahl und beweist damit, dass die CDU noch siegen kann. So weit der Plan, den man sich im Kanzleramt und im Adenauer-Haus zurechtgelegt hatte.

Es ist ein schöner Plan, allerdings mit einem Haken: Er funktioniert nicht. Bisher jedenfalls. Denn Martin Schulz ist am Sonntag zum Vorsitzenden gewählt…

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